Weidner Ackerrolle

      Weidner Ackerrolle

      Hallo Forengemeinde !

      Zur Zeit habe ich ein Nebenprojekt, bei dem ich nicht recht weiter komme.

      In einem Waldstück, unweit von meinem Wald, standen jetzt über 20 Jahre zwei 2-Achsanhänger (Ackerrollen bei uns genannt).

      Nach längerer Recherche zum Eigentümer und kurzer Verhandlung konnte ich beide Rollen für 1 Ster Holz haben. :D 8)

      Fotos vom Bergen und Abtransport kann ich bei Gelegenheit mal in der Galerie hochladen.

      Nun zu meinem eigentlichen Problem :

      Eine der Rollen ist von dem Hersteller Weidner. Diese Firma gibt es noch ( baut jetzt Hochdruckreiniger und Reinigungsgeräte ) und ich habe sie auch schon zwecks Datenblättern und Informationen angeschrieben.

      Nach kurzer Zeit hatte ich auch eine sehr freundliche Rückantwort mit einer Produktübersicht im PDF - Format erhalten.

      Leider konnten mir die überlassenen Daten nicht alle meine Fragen beantworten.

      Der Anhänger war ursprünglich auflaufgebremst mit einer "Graubremse Heidelberg". Diesen Hersteller scheint es in dieser Form nicht mehr zu geben. Die Deichsel hat zwei aufgenietete Typenschilder dieses Herstellers und ist nicht mehr komplett.

      Was an der Deichsel fehlt, ist die "Schubstange" die beim ablegen oder auflaufen den Druck an das Bremsgestänge weiter gibt.

      Ich werde in der Galerie ein Bild hochladen auf dem zu erkennen sein sollte was ich meine.

      Ein weiters mit den Typenschildern lade ich auch hoch. Die Bezeichnung auf dem Unteren T.schild lautet : GDLZ 30-65.



      Es wäre toll, wenn jemand Bilder einer solchen (ähnlichen) Deichsel hätte, die er mir zuschicken könnte, oder auch nur irgendeine Information dazu hätte.

      Freue mich über alle Antworten ! Meinen Dank vorab !

      LG maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !
      Hallo Steffen,

      vielen Dank für die Bilder !

      Der abgebildete Anhänger kommt dem meinen sehr nahe. Auch die Aufschrift Kombikipp kann man bei meinem noch sehr schwach erahnen.

      Lediglich der Handbremshebel auf der Deichsel ist bei meinem nicht vorhanden. Werd mal ein Bild davon machen.

      Wäre es dir möglich, mir bitte eine Nahaufnahme der unteren "Schubstange" und deren Maße zu schicken bzw. hochzuladen ?

      Habe gestern versucht, den Bolzen der Deichsel zu lösen um diese chemisch entrosten zu lassen..... 8| :cursing:

      Das werde ich heute nochmals versuchen, da die Drahtbürste, WD 40 und der Bunzenbrenner nicht geholfen haben, muss ich wohl zu drastischeren Mitteln greifen. 8)



      Danke, für deine Bemühungen !

      LG maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !
      Hallo Steffen,

      erst mal Danke , für deine Hilfe !

      Wenn du in meiner Galerie die letzten Bilder des Anhängers anschaust, siehst du zwei Markierungen (Kreis & Pfeil ) !

      Dort befindet sich -wenn die Deichsel komplett wäre wie auf deinen Bildern zu sehen- eine "Schubstange".

      Von dieser Stange könntest du mir bitte eine Nahaufnahme machen und die Länge/Durchmesser messen. Damit wäre mir sehr geholfen.

      Habe in der Zwischenzeit die Deichsel demontiert und das Fahrgestell geteilt. Die Deichsel schwimmt z.Zeit in der chemischen Entrostung und die Fahrgestellteile werden bis Donnertag gestrahlt und mit einem Korrosionsschutz versehen.

      Bis dorthin möchte ich die Brücke mit der Zopfbürtse entrosten und die Unterseite grundieren und lackieren.

      Nächste Woche wird das Fahrgestell dann wieder montiert und ich bringe die restlichen Kleinteile wie Felgen usw. zum Strahlen und pulvern.

      Ich hoffe, dass ich mit deinen Angaben auch die Deichesel wieder so flott machen kann, dass die Funktion der Auflaufbremse wieder funktioniert.

      Vielen Dank und ein schönes Wochenende !

      Maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !
      was auf den Wiesen Wagen stehen tut oft weh. Die Leute juck das nicht wenn sie den rauswerfen weil keiner mehr was damit macht und der Wagen tip top vergammelt.Weidener gibt es viele aber schmerzlich finde ich es bei einem sehr schönen Messerschmitt Zweiachser mit allen Emblemen und Beschriftungen rund herum.Der hat zuvor nie Wasser gesehen.
      Walter, da hast Du völlig Recht.
      Habe noch einen Zweiachser-Gummiwagen, den mein Großvater um 1946/47 selbst gebaut hat - ca. 4,50 m lang, Radnaben vorn und hintere Achse (mit Differential :D ) von nem Vorkriegs-Opel Olympia oder Kapitän, ebenso die Räder. Dann einen Drehkranz und eine selbstgebaute Deichsel. Steht seither in ner Scheune und wurde das letzte 'mal etwa vor 25 Jahren bewegt. Ich wollte ihn eigentlich -nachdem der Holzwurm schon ne ganze Bäckerei versorgen könnte...- "entsorgen" und mir einen besseren für 150 Euros irgendwo holen, aber ich hab's bis jetzt nicht über's Herz gebracht. Da steckt ja Geschichte drin. :huh:
      Allerdings würde mich ein kompletter Neuaufbau -das ganze Holz- ein schönes Sümmchen kosten - viele denken da sicher ähnlich und lassen den Wagen dann halt einfach auf dem Feld oder im Wald verrotten... . Leider ist das so.

      Bei Gelegenheit stell' ich hier mal n Photo ein. Vielleicht gibt's ja dann einhellige Ermutigung zum Wiederaufbau -oder eben auch nicht. 8o

      vGF
      Auf alles Überflüssige zu verzichten ist ein erster Schritt zu Ausgeglichenheit.
      Giorgio Armani
      oder: "In Linie - antreten, rechts um - machen, ohne Tritt - marsch!".
      oder aber: "Es ist schwer zu wissen, daß man keine Ahnung hat. Denn wenn man
      wüsste, daß man von einer Sache keine Ahnung hat, wüsste man auch, was
      man lernen muß, um nicht länger ahnungslos zu sein."
      David Dunning
      Hallo Steffen,

      danke, für deine Bemühungen !

      @ Lucullus & Solokontrabassist

      Ja, leider ist das so , dass viele ihre Gerätschaften -egal welcher Art oder welcher Hersteller- einfach so in der Pampa verrotten lassen.

      Und in den meisten Fällen ist es dann so, wenn man Interesse hat und die Sachen wieder in Schuß bringen möchte, die -meist- älteren Herrschaften sich nicht davon trennen können.

      Die Recherche zu dem Weidner-Anhänger und den anderen den ich noch dazu nehmen musste ergab folgenden Sachverhalt:

      Der andere Anhänger hatte mal zwei neue Reifen bekommen und kurz danach wurde an jenem die Deichsel gestohlen. Seit dieser Zeit standen beide Ackerrollen am späteren "Fundort"( an dem ich sie entdeckt habe und zu Fragen begonnen habe ) und wurden nicht mehr bewegt.

      Die damals neuen Decken waren von dem Hersteller " Phoenix". Eine Suchanfrage bei Wiki ergab, dass diese Firma seit 1978 nicht mehr so besteht !

      Es ist schon traurig, wenn man sieht wie mit den Gerätschaften umgegangen wird.



      LG maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !
      HAllo MAddin,

      anbei die Bilder mit Maßen. Ich haoffe du kannst was erkennen, wenn nicht einfach fragen.

      @ Lucullus & Solokontrabassist: Ich werde den Hänger als nächstes machen, dann bekommt er auch einen Unterstand gebaut auf der Wiese. Habe leider nicht so viel Platz zu Hause, um 2 Doppelachser, 2 Einachser und 2 Traktoren unter zustellen. :S

      Gruß
      Steffen
      Dateien
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      Hallo Steffen,

      Danke, für die Maße und die Bilder ! :thumbsup:

      Wenn es klappt treffe ich mich Morgen mit meinem Schlossermeister und werd ihm damit erklären was ich brauche.

      Denke, wenn es um das Abbremsen solcher Lasten/Masse geht, sind meine Schweißerkünste ( "Punkt an Punkt gibt auch ne Naht ! " oder " Ein Tröpfchen Schlacke hält auch ne Tonne ? " sind die Kommentare meines Bruders 8| ) wohl nicht ausreichen.

      Da ich einige Bilder gemacht habe, könnte ich - falls es meine Zeit zulässt - ja eine Restaurationsreportage machen. Mal schauen !



      LG maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !

      Joemoritz schrieb:

      Hallo ich habe ein Problem und zwar habe ich einen Weidner Anhänger gekauft bei dem die Zug öse verbogen ist. es ist eine mit dem Typ GRAUBREMSE GmbH Heidelberg GDLZ 30-65 Hat jemand eine Ahnung wie man die ausbaut


      Hallo Joemoritz,
      ich hatte meine Deichsel 2016 auch auseinander. Wenn ich zwischen den Tagen die Zeit finde, schaue ich mal. Aus dem Kopf weiß ich das nicht mehr. Meine Zugöse war auch (sehr leicht nach unten) verbogen. Das wurde damals "kalt" gerichtet. Seit der Zeit ( mit der Hilfe der Maße von Steffen 1012) funktioniert auch die Auflaufbremse wieder richtig.
      Ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich euch allen !
      LG Maddin
      ...nur ein bisschen schwanger geht nicht !
      Seit der der Zeit wird der Hänger wieder rege benutzt. Allerdings fällt mir das Rückwertsrangieren (als ungeübter) wegen der Achsschenkellenkung etwas schwerer, als mit meinem Drehschemellenker.
      Auf dem Bild hab ich z.Teil selbst gesägtes Bauholz auf unser Wochenendgrundstück gefahren. :)
      LG Maddin
      Bilder
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