Anhänger bei Trecker mit schwarzem Kennzeichen

      Anhänger bei Trecker mit schwarzem Kennzeichen

      Ich würde mir gerne einen Anhänger zulegen. Da ich wenig Platz habe und den Trecker nur zum Spazieren fahren benutze, reicht mir ein kleiner Anhänger völlig. Nun passt natürlich an einen Oldi kein moderner PKW-Anhänger (ich meine: rein optisch). Ich würde mir also gerne einen kleinen Trecker-Anhänger besorgen. Ich habe ein schwarzes Kennzeichen und kann nach meiner Kenntnis an den Anhänger nicht einfach das kopierte Kennzeichen des Treckers montieren (wie beim grünen Kennzeichen und land- oder forstwirtschaftlichem Betrieb). Er muss also eine Zulassung haben. Jetzt meine Fragen:

      - Gibt es überhaupt Treckeranhänger (die ja meist selbst gebaut sind) mit Zulassung (TÜV usw.) bzw. wie bekommt man eine Zulassung?
      - Wie werden bei Treckeranhängern Steuern und Versicherung berechnet?

      Die Punkte wüsste ich gerne, bevor ich die berühmte Katze im Sack kaufe!
      Weiß jemand Rat?
      Hallo,
      Steuern und Versicherung werden wie beim PKW - Anhänger nach kg berechnet!

      Mit dem TÜV ist so eine Sache, am einfachsten ist es natürlich wenn Du eine ABE für das Gefährt besizt.
      Ich habe mir bereits zwei PKW Anhänger selber gebaut, dabei war es für den TÜV wichtig, dass die Achse ein Typenschild mit den zulässigen Lasten hat. Bei gebremsten Anhängern müssen an der Bremsanlage auch die entsprechenden Typenschilder sein, zusätzlich wird eine Bremszuordnunsberchnung benötigt.
      Wie sich das Ganze dann bei Anhängern verhält die nur bis 25kmh zugelassen sind kann ich leider nicht genau sagen!
      Am besten mal bei dem TÜV Onkel nachfragen der das Ganze nachher auch abnehmen soll, dann gibt es auch später keine Schwierigkeiten...

      Viele Grüße Anton
      also bei Anhängern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25km/h kann man ein Folgekennzeichen verwenden. Dieses ist dann Grün, auch wenn das der Zugmaschine Schwarz ist.Wann ein Anhänger Zulassungsfrei ist, und somit mit einem Folgekennzeichen zu führen, hängt von dessen spezifischer Höchstgeschwindigkeit ab, nicht davon, was die Zugmaschine für eine besteuerung hat.

      ( Das Folgekennzeichen hat außerdem nur den Sinn, das das durch den Anhänger verdekte Kennzeichen des Schlepper wiederholt wird.)

      Ich hoffe das hilft weiter. Bei meinem Schlepper, der auch normal besteuert ist ( also schwarzes Kennzeichen ) habe ich an allen 25 km/h Anhängern ein Folgekennzeichen in Grün drann, gab nie Probleme damit.

      ( Angaben natürlich ohne Gewähr)

      Grüße

      Nik
      TEXAS liegt in Niedersachsen! - nicht in Amerika 8) :D :D
      Moin,
      dazu fällt mir mal wieder ein : Wer keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!
      Er darf kein Folgekennzeichen verwenden, da er ja schon geschrieben hat, dass er nur spazieren fährt! Der Anhänger muss zugelassen werden!

      Nochmal für alle: Es ist völlig uninteressant wie der Schlepper angemeldet ist! Ob schwarz ob grün, ob steuerfrei oder nicht. Egal!!
      Ob man einen Anhänger zulassen muss, entscheidet allein der jeweilige Einsatzzweck!
      Zulassungsfrei sind Anhänger unter anderen bei LoF Zwecken, oder z.B. Schaustellern.
      Fährt aber z.B. ein Bauer mit dem Hänger Möbel für nen Nachbarn (der kein Bauer ist) ist das kein LoF Zweck und der Anhänger müsste zugelassen sein, obwohl der Besitzer Bauer/Landwirt ist!

      Also lasst euch bloß nicht mit nicht zugelassenen Anhängern erwischen, wenn Ihr keine passende Ausrede habt. Das wird verdammt teuer (fahren ohne Zulassung....)

      MfG Maxe
      Do watt du wullt; de Luet snakt doch!
      Was Maxe schreibt, ist völlig richtig. Ich verweise auf einen Artikel in der Zeitschrift Oldtimer Traktor 9-10/2009 auf Seite 24, in dem ein "TÜV-Onkel" die rechtliche Lage zusammenfasst. Also Folgekennzeichen hat nur was mit LoF-Betrieb zu tun. Fährt man für einen nicht-landwirtschaftlichen oder nicht-forstwirtschaftlichen Zweck (also auch Spazieren), is nix mit Folgekennzeichen. Woraus eigentlich zu schließen ist, dass es kaum Anhänger mit Folgekennzeichen geben dürfte...

      Aber meine Frage war eigentlich: Woher nimmt man einen echten Trecker-Anhänger, der auch noch zugelassen für den öffentlichen Straßenverkehr ist und woher weiß man vorher, was Steuer und Versicherung kosten? Wenn wie bei PKW-Anhängern nach Gewicht geht, kanns ja bei einem Trecker-Anhänger ganz schön teuer werden.
      Moin,
      Also, das mit der Steuer kannst Du ja einfach dadurch drücken, indem Du den Hänger ablastest. Denn du benötigst ja wohl nicht die volle Nutzlast??
      Außerdem ist eine Zulassung bis z.B. 40Km/h deutlich günstiger als ein PKW-Anhänger, der ja auf 80 Km/h zugelassen ist. Genaueres verrät Dir dein zuständiges Finanzamt. Ein kurzer Anruf und du weißt es genau.

      Für die Zulassung deines Anhängers ist eins wichtig: Er benötigt eine ABE (allgemeine Betriebserlaubnis). Die müssen aber ohnehin alle Anhänger ab Baujahr 1950 haben, auch wenn sie mit Folgekennzeichen betrieben werden. Nur ist die ABE meistens verschollen. Wenn es sich jetzt um einen Anhänger eines größeren Herstellers handelt, den es im Idealfall noch gibt bekommt man da meist eine Kopie. Z.B. bei Bergmann (Goldenstedt) ist dies problemlos.
      Ist der Anhänger ein Eigenbau, oder von einer Dorfschmiede etc. dann müssen mindestens die Typenschilder der Achsen und der Auflaufeinrichtung (falls vorhanden) noch dran und lesbar sein. Dann kannst Du auf dem Wege der Einzelabnahme eine Zulassung erreichen.
      Das ist natürlich mit Kosten verbunden.
      Wenn Du den Anhänger ausschließlich als Oldtimer nutzen willst gäbe es noch eine relativ kostengünstige Alternative: Das rote 07er Kennzeichen. Hier hättest Du mit zugegeben etwas eingeschränkter Nutzung, die Möglichkeit sowohl Schlepper als auch Anhänger mit einerroten 07er zu bewegen, wenn Sie eine historische Kombination darstellen. Kostet dich dann 174,- Steuern für Schlepper und Anhänger. Hierfür muss der Anhänger (und auch der Schlepper) nicht TÜV abgenommen sein. (Achtung: es gibt Ausnahmen: In einigen Landkreisen wird doch eine TÜV Abnahme verlangt)
      Darf aber nur zu Probe und Überführungsfahrten, sowie zur "Pflege Kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" verwendet werden!

      MfG Maxe
      Do watt du wullt; de Luet snakt doch!
      Nabend,

      ich muss jetzt mal ganz doof fragen,da ich das Thema schon im Netz versucht habe zu erörtern,aber eigentlich diverse Stellungnahmen nur zur Verwirrung führten.
      Ich weiss,Straßenverkehrsamt fragen. Hab ich gemacht,da wurde ich zig mal verbunden,weil es wohl auch keiner genau wusste.

      Meinen 501 hab ich auf schwarzem Kennzeichen angemeldet. Nu hab ich da nen Diedam Gummiwagen mit 5,7 Tonnen. Den nehm ich eigentlich nur,wenn ich Mist wegbringe. Ne Landwirtschaft haben wir nicht.
      Preisfrage: Folgekennzeichen oder doch eigene Zulassung. Laut Typenschildern ist der Hänger bis 25 Km/h geeignet,was ja aber scheinbar zweitrangig ist,da der Zweck ein landwirtschaftlicher ist.

      Gruß
      Benni
      Also ich war letztes Jahr auf nem Treffen da hat die Rennleitung Knölchen verteilt weil die Bauwagen nicht zugelassen waren Zugfahrzeuge hatten schwarze Kennzeichen
      Bei grünem Kennzeiche braucht man bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit (weis nicht genau wie viel) nur ein Folgekennzeichen
      Alles nur Behördenwillkür die blicken selber nicht mehr durch :thumbdown: :thumbdown:

      Ludwig Herbort schrieb:

      Der DIEDAM - Anhänger wurde in meiner Heimat gebaut (Rietberg-Mastholte).
      Die Firma DIEDAM gibt es aber nicht mehr (Pleite Anfang der 80er Jahre).
      Also, halt ihn in Ehren!


      Aus diesem Grund suche ich auch einen HOFFMANN Anhänger.Die Firma war in meinem Nachbarort und ich hätte damals beinahe dort eine Lehre angefangen.Leider schwer zu finden oder zu utopischen Preisen.

      Zum Thema:
      Wie mir vom Dekra Inschenör erklärt wurde,brauchst du füre alles was du hinter einem schwarz beschilderten Trecker herziehst eine eigene Zulassung mit HU und allem Schnick und Schnack.

      Stephan
      Hallo Stephan,

      ich habs befürchtet. Nur weiss ich langsam auch nicht mehr weiter. Mitm TÜV-Onkel hab ich Freitag gesprochen,der fand es toll,daß ich an allen möglichen Teilen des Anhängers Typenschilder hab,verwies mich dann aber zunächst aufs Straßenverkehrsamt,weil ja keine Papiere da.
      Die sollen erstmal beim KBA anfragen,ob es da noch was gibt. Der eine schickt zum anderen...entweder haben alle keinen Bock oder keine Ahnung...

      Ich frag nochmal blöd: muss man für ein grünes Kennzeichen zwangsläufig eine Landwirtschaft angemeldet haben? Ich fahr ja mit dem Mist nicht zu Dekozwecken durch die Gegend,aber ausser Weide mäden und ab und an mal etwas Sand holen bleibt nicht mehr viel landwirtschaftliches.

      Gruß
      Benni
      Ich hab grad an anderer Stelle im Forum zu dem Thema gelesen. Nach Homepage des Zolls muss ich,wenn ich nicht über jemand anderen anmelden möchte,eine Landwirtschaft anmelden und daraus Erträge bekommen, so wie ihr beiden schriebt.

      Alles Mist...mir gehts nicht mal um die Steuerbefreiung,ich will einfach nur den Hänger ganz offiziell ziehen dürfen.

      Gruß
      Benni
      Also hier bei uns im Ldkr.HOL mußt du wirklich mit LoF deine Brötchen sonst is es nix mit ner Grünen Platte.
      Ein Arbeitskollege von mir wohnt 1 km weiter über die Weser in HX,der hat eine Streuobstwiese gepachtet( ;-)) ) und dafür ein Grünes bekommen.In NRW geht das,hier nicht mehr.

      Ich weiß ja nicht was und wieviel du fahren willst,aber wenn du Mist fahren wilst,nimm doch einen Gummiwagen von 'nem Bekannten Bauern und sag im Falle einer Kontrolle das es sein Mist ist und du für ihn fährst.DAS darf man komischerweise mit vorne Schwarz.

      Soll einer durchsteigen........

      Stephan
      Wenn du im Internet das Kfz-Steuergesetz anschaust, wirst du sehen, dass grüne Folgekennzeichen an landwirtschaftlichen Anhängern nur zulässig sind, wenn der Trecker auf einen Landwirt zugelassen ist und mit einem grünen Kennzeichen läuft.
      Da du keinen Anspruch auf ein grünes Treckerkennzeichen hast, darfst du den Hänger nur mit amtlichen schwarzen Kennzeichen ziehen. Das bedeutet Vollabnahme beim TÜV, da der Hersteller nicht mehr existiert und somit keine Zweitschrift der ursprünglichen Betriebserlaubnis beschaffbar ist. Die Kfz-Steuer für den Hänger könnte vielleicht durch eine vom amtlich anerkannten Sachverständigen bestätigte Ablastung vermindert werden, die Haftpflichtversicherung für einen landwirtschaftlichen Anhänger dürfte auch nicht hoch sein. Saisonkennzeichen wäre vielleicht auch möglich. Also Bürokratie unvermeidlich, wenn legale Nutzung gewünscht.