Rückewagen Gassner

      Rückewagen Gassner

      Servus Männers,
      kann mir jemand die Funktion dieses Rückewagens erklären?! Prinzipiell finde ich die Idee nicht schlecht, allerdings erschließt sich mir nicht (dem Verkäufer übrigens auch nicht) wie der Wagen seitlich pendeln soll?! Gelenk wäre wohl keins verbaut und der Wagen sei wohl fürs "Flachland" geeignet. (...hab dann nichts mehr gefragt und aufgelegt)
      Und für was soll der Hydraulikzylinder sein?
      Gruß Matthias
      Gruß Matthias
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      Ich bin leider kein Rückewagen Experte.
      Aber für mich sieht das so aus, als wird der Rückewagen im Dreipunkt angehängt. Weil Deichsel kann ich keine sehen.
      Und der Zylinder dient wohl irgendwie als oberlenker. Auf jeden Fall hat der an der Kolbenstange ein Auge das Oberlenker Größe haben könnte.

      Auf jeden Fall hab ich sowas noch nie gesehen.

      Grüße Markus
      Hanomag R442/50 mit LFE Frontlader
      Hanomag R28 mit LFE Frontlader
      Das pendeln übernehmen die Langlöcher in den die Hydraulikarme eingebolzt werden .
      Mit Fanghaken etwas Wagemütig .
      Der Hydraulikzylinder ist statt dem Oberlenker verbaut !
      Persönlich gind ich den Wagen super !
      Mit welchem Schlepper möchtest Du den fahren ?
      Denke min 100 PS
      Gruß aus Franken
      Johannes
      Gruß aus Franken Johannes :thumbsup:
      Guten Morgen Matthias,

      hast Du es bei der Firma Gassner mal probiert? Die gibt es anscheinend noch. Der Schriftzug passt, allerdings bauen die nur (noch) Pflüge. Vielleicht haben die ja noch Unterlagen.

      Ich denke auch, dass die seitliche Verschränkung über die Langlöcher gelöst wird. Ob das reicht, insbesondere wenn man mit vollem Lenkeinschlag aus einer steilen Gasse ausfährt kann ich nicht einschätzen.

      Ich bin allerdings anderer Meinung als Stefan. Nach den Fotos bilden Unterlenker, Oberlenker und Schlepper ein festes Dreieck. Dies kann ich in der Höhe je nach Länge des Oberlenkers verändern. Das Aufbäumen bzw. das notwendige Knicken bei normaler Fahrt kann ich damit aber nicht verhindern weil die rückenwagenseitigen Koppelpunkte mehr oder weniger auf einer Achse liegen.

      Gruß Jörg
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      Perfekt 301; 12/64; LFE-Frontlader; 2. Hand; 2600 BStd
      Mitglied Nr. 4647 bei den Bulldog und Schlepperfreunden Württemberg
      Die Aufnahme in den Unterlenkern ist soweit klar, finde ich eine echt geniale Idee. Auch ich denke das der Zylinder als Oberlenker dient, allerdings kann ich den wirkl Sinn trotz eurer erleuterungen nich nachvollziehen. Was mich allerdings besonders stutzig macht; bei Hangfahrt mit verschränkung, bekommt ein Unterlenker die volle Last des Wagens an und die andere Seite hängt in der Luft!?
      Fahren würde ich den Hänger mit einem 75 er Deutz
      Gruß Matthias
      Das Rechercheergebnis von Stefan ist ziemlich sicher richtig. Der Oberlenker hat die Funktion einer Verwindungssperre, die zumindest an allen Knickschlepper im Wald vorhanden ist. Bei unseren Forstschleppern dient der Forderwagen bei gesperrtem Mittelgelenk als Gegengewicht bei schwerer Kranarbeit. Fahren ist damit allerdings nur sehr eingeschränkt möglich, da das Neigen von Forder- und Hinterwagens gegeneinander verhindert wird und die Hinterachse im Zweifel einseitig in der Luft bleibt.

      Ich bin weiterhin der Meinung, dass mit der Anbauart kein Druck auf die Vorderachse ausgeübt werden kann. Die Unterlenkerbolzen in den Langlöchern sind der Drehpunkt in Längsrichtung zwischen Schlepper und Kranwagen. Wo sollte der Zug sonst horizontal abknicken. Egal wie der Oberlenker steht. Wenn der Oberlenker druck auf den Kranwagen ausübt wandern die Bolzen im Langloch nach oben und werden dort fixieret. Die Drehbarkeit in den Bolzen bleibt aber meiner Meinung nach erhalten.

      Ich hoffe ich habe nicht irgendwo eine kapitalen Denkfehler…

      Einen schönen Sonntag

      Jörg
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      Perfekt 301; 12/64; LFE-Frontlader; 2. Hand; 2600 BStd
      Mitglied Nr. 4647 bei den Bulldog und Schlepperfreunden Württemberg
      m. M. nach in Teilen richtig!
      Prinzipiell in waagrechtem Stand des kompletten Gespannes, hängt der Wagen in den Unterlenkern. Somit sind die Bolzen in den Langlöchern ganz oben. Den Oberlenker außer acht gelassen, oder auf schwimmstellung. Wird nun Druck auf den Zylinder gegeben, ändert sich an der Position der Unterlenker Bolzen rein gar nichts. Die Bolzen liegen ja bereits oben an, der Wagen kann nicht weiter nach unten, die Hinterachse des Schleppers bildet einen Drehpunkt und der Druck auf die Vorderachse steigt. An der seitlichen Verwindunsfähigkeit ändert sich durch den oberlenker nichts. Sitzt ja mittig, kann also seitlich pendeln.
      Aber; verwindet sich das Gespann achsial, hängt der Wagen in einem Unterlenker mit dem gesamten Gewicht. Und das finde ich extrem angenehm. Deshalb wird auch der Zylinder als Oberlenker montiert sein. Um eine zweite Achse als Konter gegen seitliches verziehen des Gespannes zu bilden?!
      Die Belastung auf dem einzelnen Unterlenker find ich gerade bei belademnnem Zustand imens.
      Gruß Matthias