Hallo zusammen!

      Hallo zusammen!

      Hallo zusammen,

      auch ich möchte mich Vorstellen als der Neue.

      Mein Bezug zu Traktoren wurde im kindlichen Alter durch unseren Nebenerwerbsbetrieb schnell hergestellt. Der Betrieb ist recht klein und hatte zu dieser Zeit einen Fiat und einen nicht laufenden Bautz Traktor. Dieser war das erste Objekt, an dem ich Erfahrungen beim Schrauben sammeln konnte. Die Schrauberwut war unwiederbringlich ausgebrochen, jedoch durch Abi und Studium stark zurück gedrängt. Da ich seit nunmehr 3 Jahren fertig bin, musste also das erste eigene Projekt her. Dies war schnell gefunden, ein völlig runtergekommener Güldener G45 S. Motor lief nicht, der ganze Traktor hätte gut als Ölquelle dienen können. Im Endeffekt war so ziemlich alles kaputt was ging. Das übliche nach 50 Jahren harter Arbeit also. Da ich finanziell keine "Profis" bezahlen konnte und der Wille da war sich alles anzueignen habe ich Schluss endlich die komplette technische Reparatur in Eigenregie durch geführt. Dies führte zu einem nicht unerheblichen Erfahrungsschatz, da das ein oder andere Lehrgeld bezahlt werden musste. In Sachen Güldner G Reihe macht mir daher so schnell keiner was vor.
      Da der Güldner irgendwann fertig war, wurde sich schlussendlich um dem Fiat 540 gekümmert und dem vermeidlichen Feind eines Güldner, Eicher wurde auch wieder auf die Beine geholfen. Der Zeit habe ich einen Fendt GT zwischen, der mich zur Weißglut bringt, aber auch den bekommen wir wieder hin.

      Da ich aber für den Betrieb einen etwas größeren Traktor haben möchte, wurde also geschaut was es so gibt. IHC.. näää hat jeder, Deutz .. joa, aber hat auch irgendwie jeder. Da kam ich eines Tages unweigerlich auf Hanomag. Da 6 Zyl. nun mal besser sind als 4 Zyl. und die Leistungsklasse von 70 bis 100 PS gesucht wurde, kam ich auf den Hanomag Brillant 700 bzw. Robust 900. Da zur Zeit noch kein blauer Schlepper vorhanden ist, wird immer wieder mal Ausschau gehalten ob sich nichts findet. Daneben möchte ich mich mit der Technik auseinander setzen und habe mich deshalb hier angemeldet. Wenn also ein paar Dumme Fragen gestellt werden, bitte ich mir das nachzusehen.

      Vielen Dank für den Netten Empfang!
      Ein herzliches Willkommen hier im Forum bei uns Blauen.
      Dumme Fragen gibt es nicht, nur dumme Antworten.
      Ich bin auch noch ein blutiger Anfänger und bin noch sehr viel am Lernen.
      In den einzelnen Unterforen erfährt man immer wieder Neuigkeiten zum Thema Hanomag.
      Auf der Suche nach deinem Neuen viel Erfolg.
      Immer mal bei der Bucht ( ebay ) Kleinanzeigen reinschauen.
      Perfekt 401E. Genau diesen seit Jahren im Auge. Jetzt habe ich ihn.

      4 zylindrige Grüße aus dem Herzen des Westerwaldes. Burkhard
      @ Borgward-Motor

      Ebay-Kleinanzeigen wird schon lange durchforstet. Aber das was man da so an 701 oder 901 findet ist entweder überteuert oder total verschlissen und überteuert. Denke da an einen 701 S, mit Motorschaden und einem Getriebe wo nur noch der Rückwärtsgang ging für knapp 4000€. Was haltet ihr von Hanomags aus Frankreich? Die Preise da sind ja noch human. Sollte jmd. zufällig seinen Verkaufen wollen, wovon ich nicht ausgehe, gerne PN an mich :D .

      Ich habe viel in diesem Forum gelesen und weiß, dass es hier Profis gibt, die meinen Fähigkeiten weit überlegen sind. Aber an genau diese möchte ich eine Frage stellen. Sind die Getriebe bei den großen Hanomags wirklich eine Art Schwachstelle (bei sachgemäßer Benutzung) ? Wo liegen denn grob die Kosten, wenn man Lager o.ä. tauschen würde? Gibt es überhaupt noch neue Synchronringe zu kaufen?
      Ersatzteile für die Motoren sollen es ja noch genug geben. Die Kosten hierfür finde ich noch überschaubar. Vorallem, da ich hier fast alles selber machen kann. Leider musste ich vernehmen, dass auch bei Hanomag die Bosch VA-Pumpen eingebaut wurden .... dieses Leid scheint die Traktoren, die ich mag wohl zu verfolgen. Aber Nun ja.

      Vielen Dank für die Anregungen!
      Hallo,

      ein 701 oder auch 901 der 50 Jahre alt ist hat schon was gesehen in seinem Arbeitsleben, die Betriebe die früher so ein Trecker hatten fahren Heute Trecker mit über 150 PS und mehr.
      Also machen wir uns nichts vor die sind sehr gut gebraucht worden und dann gefahren worden bis es nicht mehr ging.
      Wer sich so ein Trecker Kauft muß damit Rechnen das auch mal schnell Reparaturen im hohen 4 Stelligen Bereich anstehen können.
      Getriebe neu Lagern mit Synchronringen kann mal schnell eben 1.500,00 € Kosten.
      Dann ist aber das Gruppen Getriebe und der Rest noch nicht neu gelagert.
      Oder wenn es dann ein Allrad ist und die Vorderachse noch gemacht werden muß bist du auch schnell mal im 5 Stelligen € Bereich.
      Wenn du den Trecker noch jeden Tag Nutzen willst solltest du vielleicht überlegen ob du dir was neueres Kaufst, da kannst du unter umständen viel Geld Sparen.
      Gruß Reiner

      R 901AS,B 601S,B 601L,R 28A,R 40 Bj.1946,R 40Bj.1944, MF 294 AS, Case Puma 230 CVX
      16.Volkmarster Trecker-Treffen mit Trecker-Treck am 13.05.-16.05.2021
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      Moin,

      da gehe ich so mit was Reiner da geschrieben hat. Nur die Kosten sind beim Getriebe noch etwas höher. Wenn das komplett überholt ist, liegt man eher über 3000 €. Teile ist nicht das Problem, das wird nachgefertigt oder man kann auch Teile überholen lassen. Ist nicht immer alles sofort verfügbar, aber das geht.

      Beim gebrauchten Trecker weißt man nie, wer da was und wie mit gemacht hat. Gerade das Synchrongetriebe kann bei Fehlbedienung Schaden nehmen, den man erstmal nicht sieht und nicht merkt. Von daher fahren bei mir nur mein Sohn und ich selbst die großen Hanomags.

      Im großen und ganzen kann man noch fast alles reparieren (was Teile angeht) und das sind letztlich Maschinen zum Arbeiten. Dafür sind sie gemacht worden und das können die auch noch heute. Etwas Umsicht walten lassen und bei mir z.B. hängt absolut keine betrieblich wichtige Arbeit an nur EINEM Trecker, der mind. 50 Jahre alt ist. Da habe ich (auch bei den modernen Schleppern) immer 2 bis 3 zur Auswahl bzw. eine Möglichkeit zum Ersatz.

      Jetzt nach Ernte und Bestellung ist erstmal große Werkstatt angesagt, da waren tlw. nur noch 2 von 9 Schleppern vollkommen einsatzklar. Der Rest mit mehr oder weniger großem Reparaturbedarf. Nicht alles lebenswichtig und einige Dinge waren bisher einfach nur noch nicht fertig geworden. Aber nur mal zum Verdeutlichen.

      Große Hanomags sind ein teurer Spaß, wenn die Anschaffung schon heftig ins Geld geht. Wenn ich mal überlege, was man für 25000 € alternativ an neuere Schlepper bekommt.... Ist dann eben kein Hanomag. Bei mir habe ich halt auch einen großen Mix an Fuhrpark von neu bis alt. Das passt bei mir, aber ich will das auch so. Und mein Sohn auch. Die Hanomags sind noch einsetzbar und dann kommen die auch ran, wo es Sinn macht (!!).

      Gruß
      Thomas
      Maßarbeit in Stahl

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      Vielen Dank für die ausführlichen Antworten, auf die dummen Fragen.

      25 t€ sollte der Hanomag im Idealfall nicht kosten ehe er fertig ist. Das man den für 15000€ nicht fertig bekommt ist mir auch klar. Ich habe noch bäuerliche Wurzeln und kann mir schon vorstellen, dass die Dinger über alle Maßen verschlissen sind. Dessen bin ich mir auch bewusst. Aber wenn ich mir die Preise für einen Farmer 309 LS oder Deutz DX anschaue, ist man für was vernünftiges auch ganz schnell bei 20.000€. Zudem haben die Kisten nicht den Charme eines 6 Zyl. von Hanomag. Dieser könnte höchstens von einem G60/75 getopt werden, aber mit Güldner habe ich abgeschlossen....

      Ein Allrad wäre natürlich top, aber aufgrund des für mich unverhältnismäßig hohen Anschaffungspreises im Vergleich zum tats. Mehr-Nutzen nicht sinnig. Zumal die Dinger echt selten auf dem Markt sind. Selbst in Frankreich o.ä. findet man keine. Für einen 3 Schaar und einen Ein-Reiher Maishäcksler brauche ich kein Allrad. Klar, bei Schnäppchen würde ich nicht nein sagen.

      Würdet ihr sagen, dass man eine Getriebeüberholung (mit entsprechender Lektüre) selber hin bekommt? Sind doch nur Wellen und Zahnräder, fast wie puzzeln oder nicht ;) ? Wie gesagt, schraube nicht erst seit gestern.

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      Getriebe kann man sicher selbst machen. Ich habe das von meinem B 701 zu Scheer geschickt. Ich hatte eh knapp Zeit. Und im Nachhinein würde ich es wieder so machen. Der baut das einbaufertig zurecht und der Stundenlohn war absolut günstig. Scheer weiß, was er da macht, hat die Teile alle parat (nach Anmeldung!), super.

      So ein Getriebe ist ja fix auf einer Palette verladen und dann ab dafür.

      Fertiges Getriebe fix einbauen, Trecker zusammenschieben, fertig. So in etwa... ;)

      Gruß
      Thomas
      Maßarbeit in Stahl

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      Da fällt mir noch ein. Ich habe letztens auf Youtube gesehen, dass sich ein 901 A schwer tat eine Amazone 2,5m Säekombi auszuheben. Es sah mir so aus, als ob dort noch zwei Zusatzhubzylinder verbaut worden sind. Gab es so etwas original von Hanomag? Habe dazu im Forum nichts gefunden. Ist die Hydraulikleistung als Schwäche anzusehen? Oder was hebt die große Baureihe ? Der Hydraulikblock an sich ist ja meines Wissens nach baugleich.

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      Moin

      Ich meine mich dunkel zu erinnern das es eine ET- Liste gibt/gab von Hanomag in der die zusatzhubzylinder und was alles sonst noch dazu gehört aufgelistet ist.... ich vermute es könnte ein ergänzungsblatt sein....
      diese teile wurden aber nicht mehr serienmäßig eingebaut, da zu der zeit auch der Schlepperbau eingestellt wurde und es sich somit leider erledigt hatte .

      das was man heute sieht an zusatzhubzylindern bei den großen Hanomags sind Eigenbauten die ich für OK halte, da auch Hanomag diese gaaaanz am ende auch einbauen wollte bzw. ins programm nehmen wollte .

      Gruß
      Det

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      Moin,

      meines Wissens war das eine Lösung vom Werkskundendienst, die zusammen mit den Werkstätten vor Ort eingebaut wurde.

      Mein Robust hat das dran, 5to Hubkraft soll er haben. Die Catros Kurzscheibenegge mit 3 m bzw. der Amazone Düngerstreuer mit 2 to Dünger drin sind jedenfalls kein Problem.

      Gruß
      Thomas
      Maßarbeit in Stahl

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